Montag, 8. April 2013

Bericht über die wirtschaftliche Machbarkeit der Unabhängigkeit Kataloniens: Soziale Sicherheit


Der INSS1 ist die spanische Zentralbehörde, die alle sozialen Leistungen umfaßt, vornehmlich Kranken- und Rentenversicherung.

Die Unabhängigkeit würde Katalonien nicht hindern, die damit übernommenen sozialen Leistungen weiter zu bedienen. Man könnte sie sogar verbessern.

Wir müssen berücksichtigen, dass das INSS über eine von dem Haushalt des Staates getrennte Kasse verfügt. Durch den zentralistischen spanischen Staatsbegriff soll es auch nur eine einzige Kasse für die Sozialen Sicherheit für ganz Spanien geben. Diese Kasse hat z.Zt. Rücklagen im Wert von 64 Milliarden €, davon 84 % in spanischen Staatstiteln. Ein guter Teil dieser Rücklagen gehört den katalanischen Abgabenzahlern. Genau wie es mit dem Defizit in der fiskalischen Bilanz geschieht, sind die Bilanzen des INSS, zwischen dem was Katalonien zahlt und empfängt, auch nicht ausgeglichen. Dadurch ist ein Defizit entstanden, das z.Zt. über 3,6 Milliarden € beträgt, entsprechend 1,85 % des katalanischen BIP. Der Grund dafür ist, dass Katalonien einen höheren Beschäftigungsgrad als der Rest des Staates hat. Mit einem eigenen INSS könnte man die Durchschnittsrente um etwa 25 % verbessern und der eigene Rücklagenfond würde ca. 14 Milliarden € betragen.

1 INSS: Instituto Nacional de Seguridad Social = Nationales Institut für Soziale Sicherheit.

0 comentaris:

Kommentar veröffentlichen