Donnerstag, 25. April 2013

Katalonien ist die einzige spanische Region, wo staatliche Stipendien noch nicht ausgezahlt wurden


In Krisenzeiten führt das sinkende Steueraufkommen zur Reduktion staatlicher Fördergelder. Das sich auch z. B. in den vom spanischen Staat gewährten Studienbeihilfen gezeigt; umso mehr in Katalonien, wo diese Hilfen gleich gelöscht worden sind. Katalanische Studenten sollen laut die Zeitung El País eindeutig benachteiligt worden sein, verglichen mit Studenten anderer Regionen unter gleichen Bedingungen, die - auch wenn vereinzelt mit Verspätung - die Studienbeihilfe immer noch bekommen.  

Das Bildungsministerium unter der Führung von José Ignacio Wert ist somit zum Angriff übergangen, nachdem er keinen Hehl aus seiner Absicht gemacht hat, das katalanische Bildungssystem ändern zu wollen. Wert, der schon mal hat einen Zusammenhang zwischen dem demokratischen Prozess Kataloniens und der angeblichen Indoktrinierung in katalanischen Schulzimmern sehen wollte, setzt auf die Abschaffung der Katalanisch fördernden Ausgestaltung des katalanischen Bildungswesens und hat im spanischen Kongress prahlend angekündigt, katalanische Kinder “hispanisieren” zu wollen. 

Trotz der Behauptung seitens des Bildungsministeriums, “Anstrengungen” für die Beibehaltung von finanziellen Hilfsmitteln für Studenten gemacht zu haben, wurde der Bildungsetat in puncto Stipendien um 14,6% reduziert. Die Kürzung von 209 Mio. Euro kommt im katalanischen Fall einer Abschaffung gleich. Der spanische Bildungsminister hat auch die Bedingungen für die Gewährleistung von Stipendien verschärft, die für Studenten aus Haushalten mit knappen Finanzmitteln bestimmt sind.

Manel Bosch

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