Mittwoch, 22. Mai 2013

Der Mittelmeerkorridor: eine für Katalonien unerlässliche Infrastruktur

 

Der Mittelmeerkorridor (MC) ist ein transeuropäisches Eisenbahnnetz, das Waren und Personen schneller, günstiger und sauberer transportieren könnte, als per See oder per Luft.

Der MC ist für die Zukunft Kataloniens unerlässlich, weil er einen Weg für die Eröffnung des katalanischen Kommerzes nach Europa bietet und, weil damit den katalanischen Export nach Europa und Afrika angetrieben würde. Außerdem wird er die Häfen in Barcelona und Tarragona reaktivieren und Wohlhaben und Arbeitsplätze für die Katalanen erzeugen.

Im Gegenzug zu den transpyrenäischen Korridor, den die spanische Regierung beworben hatte, wurde der MC durch die EU genehmigt. Der MC hat eine höhere Rentabilität und folgende Vorteile: die durchquerten Gebiete sind dynamischer; die Transportkosten sind günstiger; die benötigte Investition ist viel kleiner; es ist der kürzester Weg ins Zentrum Europas von jedwedem Punkt in der Route; und es ist der gewöhnliche Eingang der Waren aus Asien.

Jedoch besteht die spanische Regierung weiterhin auf den transpyrenäischen Korridor und auf zentralisierte, strahlenformige Infrastrukturen. Das spanische Verkehrsministerium hat sich nie für den MC positioniert und hat nie gegen den Bau von Alternativen gesprochen; außerdem gibt es viele Mängel seitens der spanischen Regierung bezüglich der kurz- und langfristigen Investitionen im MC Projekt.

Wenn Katalonien ein Mitbestimmungsrecht über den MC gehabt hätte, hätte dieser vor 20 Jahren schon angefangen, da das Projekt wirtschafliche Vorteile für Katalonien mit sich bringt. Es wäre möglich gewesen, private Operatoren wie SNCF oder Deutsche Bank zu gewinnen, um die Strecke in Katalonien zu finanzieren und um den Bau zu beschleunigen, da das Projekt enorme logistische Erparnisse gebracht hätte und die Blockade der spanischen Regierung vermieden werden könnte.

Wenn Katalonien ein unabhängiger Staat wäre, könnte es mit den Nachbarstaaten (Spanien und Frankreich) einen alleinigen Verwalter für die Mittelmeer-Häfen vorantreiben: von Marseille bis Algeciras, einschließlich Tarragona, Castellón, Valencia, und mit Barcelona als Knotenpunkt für Luft-, See-, Straßen- und Zugverkehr.





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