Samstag, 14. September 2013

Die Via Catalana wird zu einem massiven Ruf nach Unabhängigkeit und übertrifft dabei sogar die Massendemonstration des letzten Nationalfeiertags



Die Menschenkette für die Unabhängigkeit hat das ganze Land Katalonien ununterbrochen von Nord nach Süd in einer 400 Kilometer langen Strecke vereint. Laut Schätzungen der Innenbehörde der katalanischen Regierung haben mindestens 1,6 Millionen Menschen an der Demonstration teilgenommen

Absoluter Erfolg der Via Catalana auf dem Weg in die Unabhängigkeit. Die Menschenkette, die von der katalanischen Nationalversammlung (ANC) organisiert wurde, verlief durch 400 durchgehende Kilometer, zwischen El Pertús und Alcanar, in einer Mobilisierung, die alle Erwartungen überstieg und dabei die Teilnehmerzahl der Kundgebung beim vergangenen Nationalfeiertag 2012, als eineinhalb Millionen Menschen, laut Polizei, die Straßen von Barcelona füllten, deutlich übertrief. Die riesige logistische Herausforderung wurde mit Bravour erfüllt.

Die massive Menschenkette, organisiert durch die ANC, wurde zur zahlreichsten Mobilisierung in der Geschichte Kataloniens. Es war ein massiver Aufschrei für die Unabhängigkeit Kataloniens. Die Mobilisierung war eine erneute Demonstration der Stärke, um ein Selbstbestimmungsreferendum in 2014 durchzuführen.

Die Via Catalana ist erfolgreich und auf eine völlig friedliche und fröhliche Art und Weise abgelaufen. Die Mobilisierung hat die organisatorische Fähigkeit des Landes und ihren Willen, den Weg zu einem unabhängigen Staat zu unternehmen, bewiesen.

„Hier und jetzt, erklärt die katalanische Nationalversammlung ihr Engagement für die unermüdliche Arbeit, bis Katalonien ein neuer Staat in Europa sein wird“, sagte die Vorsitzende der ANC Carmen Forcadell in der Abschlussrede. „Wir sind ein Volk, weil wir es sein wollen“, sagte Forcadell und fügte hinzu, „wir wollen Freiheit, wir wollen unser Recht auf Selbstbestimmung ausüben“.

Forcadell hat die politischen Vertreter aufgefordert, eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit im Jahr 2014 durchzuführen. „Wir wollen und wir können nicht länger warten“, rief sie und fügte hinzu, dass falls die Volksabstimmung nicht stattfinden darf, wird es unumgänglich sein, dass „die gewählten Volksvertreter die notwendigen Maßnahmen in Kraft setzen, damit Katalonien ein freier und souveräner Staat wird.

„Wir wollen in 2014, das dreihundertjährige Jubiläum unserer Niederlage, zum ersten Jahr unserer Freiheit werden lassen“, sagte Carmen Forcadell zum Abschluss.

Bereits vormittags hatten der Präsident der Regierung Kataloniens, Artur Mas, und die Vizepräsidentin Joana Ortega, eine Delegation der ANC empfangen, begleitet durch ihre Vorsitzende Carme Forcadell, mit der Bitte, dass sich die Volksabstimmung in eine konkrete Vorderung verwandle damit sich das katalanische Volk an den Wahlurnen genauso klar und demokratisch ausdrücken könne.

Assemblea Nacional Catalana (ANC), Photo: Jordi Solà

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