Freitag, 10. Januar 2014

Barcelona gedenkt der Namen der von den Spaniern 1714 ausgetriebenen Familien






Der Künstler Frederic Perers hat die Namen der von den spanischen Besatzungstruppen 1714 ausgetriebenen Familien aus den Balkonen rund um den Born-Markt aushängen lassen. Vor 300 Jahren sind die französische und die spanische regulären Armeen mit Gewalt in die katalanische Hauptstadt eingedrungen. Die Stadt hatte eine der längsten Belagerungen der Geschichte modernen Europas mit Zivilkräften standgehalten. Nach der Besetzung der Stadt am 11. September 1714 fand eine grausame Unterdrückung statt. Nebst den Ermordungen und Enteignungen wurden zudem die Familien ausgetrieben, die den katalanischen Widerstand angeführt hatten.


Unter anderen Unterdrückungsakten wurden 1714 Tausend Häuser niedergerissen, und somit 17% der Oberfläche der damaligen Stadt Barcelona vernichtet. Die Eigentümer wurden dazu gezwungen, ihre eigenen Wohnungen niederzureiβen. Etwa 5000 Bewohner wurden ausgetrieben. Eine groβe Anzahl der katalanischen Widerstandskämpfer flohen nach Österreich.


Die Ehrung, zu der die Bewohner freiwillig beigetragen haben, wird bis nach diesjährigen Diada bzw. bis am 11. September zu sehen sein. Die Balkone rund um den Markt werden bis dann mit siebzig mit den gedruckten Familiennamen Leinwänden geschmückt, die zusammen ein senkrechtes mehrere Fassaden groβes Mosaik ausmachen. Nur zeitlich getrennt, Perers bat die jetzigen Bewohner um Solidarität auf symbolischer Weise mit diejenigen, die den Niederschlag im Stadtviertel erlitten, und dies mit einem nüchternen, gelassenen und ruhigen Gedenken weder mit Bezeichnungen noch Weisungen. Das Projekt suchte, dass die jetzigen Bewohner die Familiennamen ins Stadtviertel Ribera zurückkehren lieβen, und dies öffentlich aus den Balkonen zeigten.

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