Sonntag, 19. Januar 2014

Der nordamerikanische Botschafter lässt Spanien erzittern: Ich kenne nicht eines der 500 US-amerikanischen Unternehmen in Katalonien, welches plante fortzugehen.


Der nordamerikanische Botschafter lässt Spanien erzittern: Ich kenne nicht eines der 500 US-amerikanischen Unternehmen in Katalonien, welches plante fortzugehen.

Nachdem gestern der US-amerikanische Botschafter für Spanien James Costos von Artur Mas empfangen wurde, bestätigt er in einem Interview mit La Vanguardia, dass er „bis heute von keinem der 500 US-amerikanischen Unternehmen in Katalonien gehört habe, sie wären dabei, Änderungen vorzunehmen oder hätten unternehmerische Pläne, von hier fortzugehen“.

In dieser Weise wiederspricht Costos dem Präsidenten der amerikanischen Handelskammer in Spanien und Präsident des spanischen Unternehmens Telam International Business Partner Jaime Malet, der wiederum die These der spanischen Regierung unterstützt, welche auslegt, dass die Unabhängigkeit Kataloniens eine massive Standortverlagerung von Arbeitsplätzen und Investitionen ausländischer, insbesondere amerikanischer Unternehmen mit sich führen könnte.

Costos fügt hinzu, Jaime Malet hätte Verbindungen zu solchen Unternehmen, jedoch entspricht ihre Sichtweise nicht der der US-amerikanischen Regierung. Es kann sein, dass einige Unternehmen, die potentiell interessiert sind nach Katalonien zu kommen, eine unternehmerisch übliche Strategie gewählt haben, welche darin besteht, zunächst abzuwarten und zu beobachten, was passieren wird.

Weiterhin hat Costos betont, dass nicht über Katalonien gesprochen wird, da es eine interne Angelegenheit ist und dies sei die Position, die sie anzunehmen hätten. Jedoch seien sie sehr interessiert zu sehen, wie sich die Zukunft entwickeln wird.

Mas und der Botschafter der USA trafen sich im Palau de la Generalitat. Anschließend wurde Costos von der Parlamentspräsidentin Núria de Gispert begleitet von der Generalkonsulin Tanya C. Anderson empfangen.


Die Kontakte, die Costos mit Katalonien pflegt, lassen die spanische Presse erzittern mit Titeln wie die der digitalen dialogolibre: „Die USA huldigt Artur Mas“, oder nicht ganz so ausdrucksvoll in anderen, bedeutenderen Medien wie der Zeitung ABC, welche die Chroniken der Agentur EFE veröffentlicht: „Mas empfängt den neuen Botschafter der USA inmitten der Souveränitätsdebatte“.

Costos, ehemaliger Vizepräsident des multinationalen Kommunikations- und Fernsehprogrammanbieters HBO, sowie deklarierter Verteidiger der Rechte von Tieren, war Vorstandsmitglied von The Human Society, eine der wichtigsten nordamerikanischen Organisationen zur Verteidigung der Tiere, und begrüßte öffentlich den Verbot von Stierkämpfen in Katalonien, was bedeutende Auswirkungen auf viele Sektoren der EU hatte.

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