Dienstag, 1. April 2014

“Help Catalonia ist offen für jeden, der Bedenken, Motivation und Lust hat, darüber zu berichten, was um uns herum passiert”



Ich bin Laura und 19 Jahre alt, auch wenn ich schon sehr bald 20 werde. Ich studiere Journalismus und Politik- und Regierungswissenschaften an der Universität Pompeu Fabra. Ich lebe in Barcelona und ich bin die jüngste Freiwillige bei Help Catalonia. Ich arbeite noch nicht ganz ein Jahr lang mit, und meine Aufgabe besteht darin kurze Texte zu bearbeiten, ins Spanische zu übersetzen oder Tweets von @AyudaCat zu senden, dem spanischen Twitter-Account von Help Catalonia. Obwohl ich bei so vielen Dingen mitarbeite, glaube ich, dass meine erwähnenswerteste Arbeit während des Nationalfeiertags am 11. September war. Über diese Menschenkette zu berichten war eine bisher unbekannte Erfahrung, an die ich mich noch immer erinnere und die mir Gänsehaut bereitet.

Die Gründe bei Help Catalonia mitzumachen fand ich in den Gesprächen, die ich mit meinen Freunden über Katalonien führte, über die Unabhängigkeit, die Medien, den Journalismus und die Online-Auftritte. In einem dieser Gespräche wurde ich auf die Existenz von Help Catalonia aufmerksam gemacht. Nach nur wenigen Tagen habe ich Kontakt aufgenommen und sehr bald wurde ich von all meinen Kollegen gut aufgenommen.

Ich bin noch jung und hatte noch nicht die Chance viele Erfahrungen die über mein studentisches Leben hinausgehen zu machen, aber ich glaube, dass Teil dieses großartigen Teams zu sein nicht nur erfahrungstechnisch, sondern auch was die persönliche Entwicklung angeht sehr wertvoll ist. Help Catalonia ist offen für jeden, der Bedenken, Motivation und Lust hat, darüber zu berichten, was um uns herum passiert, vor allem jetzt, in einem Moment des Aufbruchs und in dem das Spanien Rajoys jeden Tag härter mit Katalonien umgeht.

Seit Jahren bin ich mir bewusst, was um mich herum passiert, vor allem in Spanien. Und man muss sagen, dass ich jetzt mehr als je zuvor finde, dass es notwendig ist, sich bewusst darüber zu sein und zu überdenken, was wir sind und was wir sein wollen. Wir leben nicht in der Demokratie, in der wir glauben zu leben, obwohl die Lehrbücher und die Definition in der Verfassung sagen, dass Spanien ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat ist. Jetzt ist die Zeit uns zu zeigen, die Ungerechtigkeit in der wir leben darzustellen und der Welt zu zeigen, was und wer wir und Katalonien sind.

Es ist Zeit für Veränderung und wir haben immer mehr Motivation herauszufinden, wo wir versagt haben und wie wir es besser machen können. Es ist die Ära des Bewusstwerdens und Reifens.

Aus diesem Grund hat die Mitarbeit bei Help Catalonia mir die Türen geöffnet. Ich denke, dass die Verbreitung der katalanischen Realität der erste Schritt zur Verbesserung ist. Und das beste? Jeden Tag werden wir mehr. Denn genauso wie ich gibt es noch viele andere Menschen, die bereit sind, mitzumachen.

Nochmals danke an meine Kollegen, die hier mitmachen. Help Catalonia sind wir alle.


Laura Estrada

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