Samstag, 26. April 2014

Pep und die Politik


Bayern-Trainer fordert katalanische Unabhängigkeit

September 2012- Eine Menschenkette zieht sich durch die Straßen von Barcelona. Goldgelbe Fahnen mit vier roten Streifen werden durch die Luft geschwungen. Rund 1,5 Millionen Katalanen haben sich für die Unabhängigkeit Kataloniens versammelt. Eine Demonstration am Nationalfeiertag mit dem Motto „ Katalonien, neuer Staat Europas“ . Damals unterstützte Josep „Pep“  Guardiola per Videonachricht aus New York die Demonstranten. Seine Botschaft: „Hier habt ihr eine Stimme mehr für die Unabhängigkeit“. 

tausende katalanen demonstrieren am 11.09.2012 in barcelona fuer ein unbabhaengiges katalonien. die separatismus-welle bereitet dem spanischen zentralstaat erhebliche sorgen.
Demonstrationen für die Unabhängigkeit
von Samantha Meier
Recht auf Selbstbestimmung

Jetzt, zwei Jahre später, seine nächste Videobotschaft. „Katalonien ist meine Heimat. Und Katalonien ist nicht Spanien“ sagt der stolze Katalane Guardiola und fordert für die Bürgerinitiative“ Assemblea Nacional Catalana“ (ANC) „das Recht auf Unabhängigkeit und Selbstbestimmung“. Grund für das erneute Auftreten Peps vor der Kamera ist das geplante Referendum zur Loslösung von Spanien. Die Abspaltung hat nicht nur sprachliche und kulturelle Faktoren, die Katalanen wollen auch aus ökonomischen Gründen unabhängig sein. Die Region gilt als stärkster Wirtschaftsmotor Spaniens- ca. ein fünftel des Bruttosozialproduktes des Landes wird hier erwirtschaftet.
So wurden die Stimmen zur Unabhängigkeit Kataloniens mit Beginn der Wirtschaftskrise lauter. Sie fordern volle Steuerhoheit, ihre Steuern sollen in der Region bleiben.
munich's head coach pep guardiola is seen during the uefa champions league quarter final first leg soccer match between manchester united and fc bayern munich at old trafford stadium in manchester, britain, 01 april 2014. photo: andreas gebert/dpa +++(c) dpa - bildfunk+++
Pep Guardiola will für ein unabhängiges Katalonien kämpfen. (Quelle: dpa)

Der Kampf geht weiter

Mit Fonds will die spanische Regierung Katalonien davon überzeugen, ein Mitglied des Landes zu bleiben. So rettete zum Beispiel der spanische Bankenrettungsfonds FROB die katalanischen Banken mit vielen Milliarden Euro an Kapitalhilfe. Doch die sprachlichen, kulturellen und ökonomischen Differenzen sind groß.

Drei Alternativen haben die Katalanen beim geplanten Referendum im November zur Auswahl. Sie können den Status Quo, den sie seit 1979 besitzen, als „Autonome Gemeinschaft“ beibehalten. Ein Staat innerhalb Spaniens werden oder die volle Unabhängigkeit anstreben. Die Regierung hat zwar den Antrag des geplanten Referendums abgelehnt, doch der Kampf geht weiter. Eines ist sicher: Der überwiegende Teil der Bürger von Katalonien ist unzufrieden mit der spanischen Regierung. Vielleicht treibt der Erfolgstrainer und das prominenteste Gesicht Kataloniens die Unabhängigkeitsbemühungen voran.

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